Heute konnte ich noch vor dem Regen alle meine Gartenkräuter ernten. Ich weiß – bin schon etwas spät dran – aber ich fand es einfach so schön, wie die Bienen sich in den Blüten meines Kräutergartens tummelten. Da wollte ich nicht so früh eingreifen …

Dafür fiel die Ernte recht üppig aus und ich hatte den ganzen Tag damit zu tun, das duftende Grün zu verwerten. Ich liebe es, wenn ich auch für die Herbst- und Wintermonate, die Aromen des Sommers einfangen kann.

Wie mache ich meine Gartenkräuter haltbar?

Aus Koriander, Rosmarin, Thymian, Basilikum und etwas Liebstöckel, habe ich ein feines Kräutersalz gemacht. Mit Wacholderbeeren, Knoblauch und einigen Pfefferkörnern habe ich es fein vermahlen und in ein Schraubglas abgefüllt. Jetzt darf es im Kühlschrank für 3 Tage ziehen, bevor ich es zum Trocknen ins Backrohr gebe.

Einen großen Strauß Liebstöckel habe ich zum Trocknen aufgehängt. Das getrocknete Kraut verleiht winterlichen Suppen ein unwiderstehliches Aroma.

In diesem Sommer gedeiht die Kapuzinerkresse in meinem Garten besonders gut. Die grünen Blätter ergeben ein köstliches Pesto. Einige der Blätter habe ich mit reichlich Blüten klein gehackt und mit etwas Ursalz unter 250 Gramm Butter gemischt. Diese herrlich aromatische Kräuter-Salz-Butter habe ich in einem Eiswürfelbehälter verteilt. So gibt es auch im Winter selbstgebackenes Brot mit Butter und Gartenkräutern aus eigenem Anbau.

Eine handvoll Kapuzinerkresse-Samen konnte ich heute auch ernten. Ich hab mal den Versuch gestartet, damit „falsche Kapern“ anzusetzen. Die Samen lagern gerade – eingelegt in Salz – im Kühlschrank, bevor ich sie in einigen Tagen mit heißem Essig übergieße. 

Zu mittag gab’s Zucchinipasta. Getoppt mit Frischkäse-Kräutercreme – natürlich aus den frisch geernteten Gartenkräutern.

Weil Koriander bei uns niemals ausgehen darf, habe ich den Rest des Strauches klein gehackt, mit Olivenöl vermischt und in Eiswürfelformen eingefroren.

Genauso hab’ ich die Schnittlauchröllchen haltbar gemacht.

Jetzt – am Abend – gab’s noch leckeren Melonen-Feta-Minze Salat mit frisch gepresstem Zitronensaft und Olivenöl. Eigentlich ein Gericht für heiße Tage, aber ich hatte grade alle notwendigen Zutaten da ;o)

Viel experimenteller ist mein Kräuterzucker. Ich habe Bio-Rohrzucker mit etwas Minze, Zitronenverbene, Lavendel, Melisse und etwas Basilikum vermahlen und mit Zitronenzesten verfeinert. Den ganzen Nachmittag konnte der Zucker im Backrohr trocknen. Jetzt vermahle ich das Ganze nochmal fein und im Winter kommt der aromatisch duftende Zucker ganz bestimmt in meiner Weihnachtsbäckerei zur Verwendung. Eine schöne Idee wäre allerdings auch, damit ein Tiramisu zu verfeinern …

Mmmh! Himmlisch, wie es im ganzen Haus nach Kräutern duftet!

Erzählt doch mal, was ihr so alles aus euren Küchenkräutern macht?

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